

Hi, ich bin die Chiara aus Wien und unterrichte Yin Yoga.Mein Fokus: Kopf runterfahren, Emotionen verarbeiten, das Nervensystem über den Körper regulieren.
Yin Yoga wurde in den 1980er-Jahren im globalen Norden entwickelt und wurde von verschiedenen Traditionen inspiriert, die deutlich älter sind.Es verbindet altes und neues Wissen: die Spiritualität und Körperpraxis des südasiatischen Yoga, daoistische und chinesische Lehren sowie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse wie z.B. über Faszien.Dieses Zusammenspiel von Kulturen hat die Entwicklung von Yin Yoga möglich gemacht.Yin Yoga funktioniert so: Du bewegst dich langsam und bleibst lange in einer Position. Erst nach ein paar Minuten spürst du, wie dein Bindegewebe loslässt und du tiefer sinkst. Es ist egal, wie es aussieht. Es geht darum wie du es machst: langsam und bewusst.


Yoga hat seine Wurzeln in Südasien und ist dort in einem kulturellen, spirituellen und gesellschaftlichen Kontext entstanden, der über Jahrtausende gewachsen ist.Durch Kolonialismus, Globalisierung und Kommerzialisierung wurde vieles aus dem Zusammenhang gerissen und so begegnen wir Yoga im globalen Norden meist losgelöst von seinen kulturellen Wurzeln: als Fitnesskonzept, Lifestyleprodukt oder Werkzeug zur Selbstoptimierung.Der Zugang zu Yoga im globalen Norden ist geprägt von einem klassischen Muster der Aneignung: etwas aus seinem ursprünglichen Kontext entnehmen, neu verpacken und marktfähig machen. Und das meist ohne Anerkennung der Menschen und Kulturen, von denen es herkommt.Yoga ist eine Praxis, die nicht aus meiner eigenen Kultur stammt und mir ist bewusst, dass ich es aus einer privilegierten Position unterrichte. Ich möchte Yoga nicht von seinen Wurzeln trennen und nicht als „mein“ Wissen vermitteln, sondern bewusst, transparent und respektvoll weitergeben.
Yoga wird oft als Teil einer Selbstoptimierungskultur verkauft. Es geht um „positive Vibes“, Produktivität oder "die beste Version von dir selbst zu werden". Davon halte ich nichts. Diese Perspektive ist nicht nur kontraproduktiv für die Praktizierenden, sie ignoriert außerdem die Existenz von systematischen Problemen.Wir leben in einer Welt, in der nicht alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben. Rassismus, Armut, Klassismus sowie gesundheitliche und körperliche Einschränkungen beeinflussen, wer sich Yoga leisten kann, wer sich in Yogaräumen willkommen fühlt und wer nicht.In meinem Unterricht ist Yoga kein Wettbewerb und es geht nicht darum, besser zu werden. Es ist vielmehr eine Einladung, mit deinem Körper in Kontakt zu kommen.

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ImpressumChiara Mattersdorfer
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